Die Etrusker

Italien erleben im Badischen Landesmuseum

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von Juliane

Wer waren denn eigentlich die Etrusker? Eine Frage die ich vor der Sonderausstellung im Badischen Landesmuseum auch nicht so leicht hätte beantworten können. Da sie zudem aus dem Lehrplan an deutschen Schulen gestrichen wurden, besteht nun die Gefahr, dass sie in der Zukunft gänzlich in Vergessenheit geraten könnten. Dabei war gerade die etruskische Kultur eine der Fortschrittlichsten der Antike und insbesondere die beispiellose Stellung der Frau war einzigartig zu jener Zeit.

Irgendwas ist anders an diesem Volk

Bei einer Kostümführung durch die Ausstellung erhielt ich tiefe Einblicke in die Kultur dieses so hochentwickelten Volks, welches das Gebiet der heutigen Toskana zwischen Arno und Tiber besiedelte. Es wird vermutet, dass sie einst aus Kleinasien auswanderten.

„Irgendwas ist anders an diesem Volk…“ das erkannten wohl schon antike Gelehrte und Geschichtsschreiber. Mit ihrem fortschrittlichen Städtewesen, ihren ausgeprägten interkulturellen Beziehungen, einem gelebten Feminismus sowie einem besonderen Sinn für Kunst und Kulinarik, schienen die Etrusker anderen Völkern weit voraus zu sein. Obwohl nur wenige ihrer eigenen Schriften erhalten sind, weiß man durch die Aufzeichnungen ihrer Zeitgenossen einiges über den außergewöhnlichen Lebensstil der Etrusker.

Als eine der frühsten Hochkulturen in Italien beeinflussten sie vom 10. bis zum 1. Jahrhundert die Kultur und den Handel im Mittelmeerraum maßgeblich. Während die Römer sie Tusci oder Etrusci nannten, bezeichneten sie sich selbst als Raśna und sahen sich zudem nicht als Volk, sondern waren vielmehr vereint in einem 12-Städtebund - in jeder Stadt ein König an der Spitze.

Ausstellung mit besonderem Konzept

Die Führung ermöglichte es mir ganz in die antike Welt im idyllischen Italien einzutauchen. Aber auch ohne lässt sich die Ausstellung entdecken, welche unglaublich atmosphärisch konzipiert worden ist. Durch reduzierte, prägnante Texte wird man zwar informiert, jedoch ohne dass sich jene störend in den Vordergrund drängen. Somit ruht der Fokus auf den Objekten und der aufwendigen Raumgestaltung. Dunkle, enge und farbenfrohe, helle Räume wechseln sich ab und machen die geheimnisvolle Kultur geradezu erlebbar. Mal überblickt man die sanften, toskanischen Hügel, mal ist man im Inneren eines Felsengrabs oder umgeben von der stürmischen See. Die Objekte scheinen zudem zum Anfassen nah, ist das Glas doch kaum sichtbar. Aufwendige Gefäße, filigraner Schmuck und imposante Grabbeilagen zeigen die ganze Bandbreite des handwerklichen Geschicks der Etrusker.

Erlebe es selbst!

Ich kann die Ausstellung nur jedem empfehlen der Lust hat seine Kenntnisse über die Etrusker aufzufrischen oder gar noch nie von ihnen gehört hat und jetzt neugierig geworden ist. Ob mit Führung, Audioguide oder auf eigene Faust, ein Besuch lohnt sich! Auch für die kleinen Besucher gibt es einen speziellen Rundweg.

© SABAP per le Province di Pisa e Livorno

© Soprintendenza ABAP per l’area metropolitana di Roma, la Provincia di Viterbo e l’Etruria Meridionale

© Badisches Landesmuseum Foto: Uli Deck

CORONAVIRUS

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