Open Codes – Die Ausstellung der anderen Art

Im ZKM noch bis zum 02.06.2019

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von Juliane und Ann-Sophie

Einen morsenden Kronleuchter, Tischtennis spielende Jugendliche und einen Spiegel der Alter, Größe und Haarfarbe eines jeden Besuchers erkennt. Dies und noch mehr Unglaubliches bekommt man in der aktuellen Open Codes Ausstellung im ZKM zu sehen.

Die viel gelobte Ausstellung „Open Codes“ lockte in den ersten zwei Wochen nach Eröffnung bereits circa 10.000 Besucher ins ZKM (Zentrum für Kunst und Medien) in Karlsruhe. Neugierig geworden, schlossen wir uns am 08. November einer Führung an, um uns selbst von dem weltweit einzigartigen Ausstellungskonzept zu überzeugen.

Schon beim Betreten des Eingangsbereichs zeigt das ZKM eine Seite, die wir von Museen sonst nicht kennen: im Raum herrscht eine lebendige Atmosphäre, überall befinden sich Sitzgelegenheiten und Infostände, sowie ein Café, das nicht nur Museumsbesucher nutzen können. Ungewohnt geht es weiter - wir müssen weder ein Ticket erwerben, da die Ausstellung für jeden kostenlos zugänglich ist, noch unsere Jacken und Taschen abgeben. Sogar Speisen und Getränke dürfen wir zu unserem „Open Codes“ Besuch mitnehmen.

Codes sind überall

Bereits die erste Installation, bei der unsere Körper auf sechs verschiedene Darstellungsformen übersetzt wurden, faszinierte uns so sehr, dass wir dort fast zehn Minuten verweilten. Neben unserem Spiegelbild wurden 2D und 3D Videoaufnahmen von uns gezeigt, wir wurden mittels Körperscanner bezüglich Alter, Erscheinung und Größe analysiert und am Schluss in anderen Code-Formen transferiert. Frau Hock, die uns durch die Ausstellung führte, machte darauf aufmerksam, dass eben diese Installation das Thema und die Konzeption von „Open Codes“ gut veranschaulicht. Sie ging auf die verschiedenen Arten von Codes, welche allem zugrunde liegen ein, wie z.B. soziale Codes, Binär-Codes, Noten, Schrift und Sprache oder Morsecodes. Des Weiteren betonte Fr. Hock den Aspekt der Interaktion zwischen Exponat und Besucher, durch den die ganzen Ausstellungsobjekte erst funktionieren.

Lernen, Loungen, Leben – ein Raum für alles

Was uns außerdem begeisterte, ist die einzigartige Zusammenführung von den verschiedenen, und in der Regel getrennten Räumlichkeiten Museum, Arbeitsplatz, Freizeit- und Wohnraum. So konnten wir uns dort auf gemütlichen Sofas und Lounge-Möbeln entspannen, die Installationen erleben, uns ein Tischtennis-Match liefern oder mit unseren Laptops an den Sitzgruppen an die Arbeit machen. Versorgen konnten wir uns durch die kostenlos zur Verfügung gestellten Obstschalen und Getränkeautomaten. Um auch Berufstätigen das Kommen zu ermöglichen, ist „Open Codes“ donnerstags bis 22 Uhr geöffnet. Lohnenswert ist zudem ein Blick in den Veranstaltungskalender, da eine Reihe an kostenlosen Workshops, Vorträgen und Screenings zu unterschiedlichsten Themen stattfinden.

Überzeugt euch selbst!

Das Konzept von „Open Codes“ ist nur schwer in Wort zu fassen, deshalb legen wir jedem ans Herz, sich selbst ein Bild von dieser einzigartigen Ausstellung mit ihren acht Themenbereichen zu machen. Der Besuch lohnt sich nämlich definitiv nicht nur für Informatiker und Coding-Profis, sondern auch für Jung und Alt, sowie Materiefremde - wie uns.

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