Archäologie in Baden

Die neue Expothek im Badischen Landesmuseum

Zur digitalen Ausstellung

Natalie

Das Badische Landesmuseum stellt sein nagelneues Museumskonzept vor. Dank modernster Technik werden Besucher zu Nutzern des Museums und können in der Expothek erstmals Originalobjekte anfassen! Hier wird Archäologie durch eine neue Interpretation des digitalen und analogen Museums zu einem begreifbaren Erlebnis. Voller Neugierde wollten wir uns das mal genauer anschauen…

Der Einstieg beginnt bereits bei der Kasse, denn hier wird uns der neue Nutzerausweis ausgehändigt. Er ist die Eintrittskarte und gleichzeitig Schlüssel zur Ausstellung Archäologie in Baden – Expothek1. Diese Karte ist Pilotprojekt für das revolutionäre Konzept und wird zu unserem ständigen Begleiter. Bei namentlicher Registrierung wird der Nutzerausweis zur Jahreskarte für alle Sammelausstellungen des Badischen Landesmuseums. Besonderer Vorteil: Man kann sich Ausstellungstücke bestellen und von einem so genannten Explainer vorlegen lassen. Diese können angeschaut, 3D gescannt und sogar bei persönlichen Terminen angefasst werden!

Auf der Website des Badischen Landesmuseums könnt ihr euch mit dem Ausweis registrieren.

Dunkles Zeitalter - mystischer Einstieg

Nachdem wir an einer Welcome Wall persönlich begrüßt wurden, führt uns der Rundgang in abgedunkelter, mystischer Atmosphäre über eine illuminierte Baden-Karte auf dem Boden an 13 Highlight-Vitrinen vorbei. Die beleuchteten Flecken auf dem Boden stehen hierbei für archäologische Fundorte. Schmale aneinander gereihte Holzleisten an den Wänden machen deutlich, um welch gigantischen Zeitraum es sich handelt: rund 650.000 v. Chr. bis heute. Da kommt mal schon mal ins Staunen, wie lange es uns Menschen tatsächlich schon gibt.

Besonders imposant fällt uns ein riesiges Schmuckstück ins Auge, das aus über 100 bronzenen Einzelteilen besteht. Kernstück dieser Kette bildet dabei ein eingefasster Eberzahn. Dieses Amulett wurde vermutlich von einer Frau mit hohem Status getragen und irgendwann als Opfergabe in den Rhein geworfen. Seltsame Rituale, die sie damals hatten!

Expothek - Es werde Licht!

Weiter geht’s. Noch etwas benommen von der Dunkelheit werden wir vom strahlenden Licht im nächsten Raum geblendet, der an ein Forschungslabor erinnert und gleichzeitig als Kommunikationszentrale der Ausstellung dient. Drei interaktive Medientische stehen schon für uns bereit und laden große sowie kleine Gäste zum Ausprobieren ein. Ein Explainer erklärt, wie´s funktioniert, wenn man die Geduld aufbringt und nicht gleich die Spieloase in Eigenregie stürmt.

Mit ExpoPhones dürfen wir die Objekte selbstständig erkunden und an den 14 Arbeitsplätzen der Medientische vermitteln uns verschiedene Recherchetools, Quizspiele und digitale Puzzles spielerisch Wissen rund um die Geschichte unserer Region.

Links und rechts wird die Expothek von zwei riesigen Schränken begrenzt, aus deren Schubladen auf Wunsch und bei vorheriger Anmeldung ein Ausstellungsstück von interessierten Besuchern unter die Lupe genommen werden kann. Zu schade, dass wir das nicht schon vorher ausgemacht haben – denn wer würde nicht mal gerne ein 6.000 Jahre altes Schwert in der Hand halten?

ExpoLab - Abtauchen in die Geschichte

Spannend wird es auch im dritten und letzten Raum. Wie könnte es damals wohl gewesen sein? In einer Art „storytelling“ kann man in drei Kontexte live eintauchen. Hier setzt die Virtual Reality (VR) neue Maßstäbe musealer Vermittlung! Beim Aufsetzten der VR-Brillen verschwindet der reale Raum des ExpoLabs komplett und um die Objekte herum entsteht langsam die ursprüngliche Umgebung. Drei unterschiedliche Szenarien können wir dabei hautnah mitempfinden und werden so zum Teil der Geschichte. Man kann von Glück reden, dass die Hocker, auf denen wir dabei sitzen, mit dem Boden verschraubt sind, sonst wäre der ein oder andere wohl beim Anstupsen der Schulter vor Schreck vom Hocker gefallen. Was die VR-Brillenträger in 360-Grad-Perspektive miterleben, können die anderen parallel dazu auf Monitoren beobachten. Von außen betrachtet gibt das wackelige Zurechtfinden der VR-Brillenträger im virtuellen Raum ein lustiges Bild ab!

Die ganze Installation ist nicht nur unterhaltsam, sondern auch richtig Fantasie anregend und eine aufregende Entdeckungsreise!

Fazit

Die Ausstellung ist ein einzigartiges Erlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte, und eines steht fest: Wir kommen sicher wieder, um uns auf der digitalen und analogen Spielwiese noch ein wenig auszutoben. Vor dem nächsten Besuch suchen wir uns aber schon im Voraus ein Objekt aus, um es ins Visier zu nehmen. Nicht nur Hobbyforscher und Archäologiebegeisterte kommen hier auf Ihre Kosten, sondern besonders auch für Kinder ist der Besuch ein spannendes Abenteuer durch die Archäologie!

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